SONST NOCH EINEN WUNSCH?

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Dank der mehreren Einladungen |Akzent Theater, die:theater, freie Bühne Wieden, WUK, donaufestival|, transformierte die Performance Sonst noch einen Wunsch? |Party mit Hamlet| mehrmals räumlich sowie inhaltlich, dementsprechend stellte jedesmal die Frage nach der Darstellbarkeit im postdramatischen Theaterraum.

 

Hamlet - eine weitere Frage der zeitgenössischen Darstellbarkeit!

Als Hauptgedanke soll die Frage beantwortet werden, in welcher Weise die Form des zeitgenössischen Theaters sich mit dem Problem der Darstellbarkeit und Inszenierbarkeit von Geschichte verhält bzw. wie neudefiniertes (postdramatisches) Theater klassischen Text aufzugreifen und umzuwandeln vermag, ohne den Verlust der eigenen Identität und Essentialität zu erleiden. Weiters durch welche Präsenz und Performativität das momentane Problem der Darstellbarkeit eines historischen Textes verschärft wird.

Die Transformation des Hamlets von GE beinhaltet die Notwendigkeit der Re-Definierung - mittels Bezug auf bereits vergangene und kommende Aufführungen bzw. Performances - und wird so als eine vielfach performative Entdeckung des theatralen Shakespeare Phänomens erklärt. So wird der ursprüngliche Text rein als Mittel genommen und in eine interdestruktive Ästhetik des Schauspiels übersetzt. Damit ergibt sich die Frage der elementaren Reflexion im Kontext einer postdramatischen Inszenierung, in welcher versucht wird, einerseits den Unterschied zu anderen gegenwärtigen Produktionen und andererseits die Wichtigkeit einer momentanen zeitlichen Präsenz zu ergründen und beweisen. Wir möchten hierzu auf Hans - Thies Lehmanns "Präsenzproduktion" verweisen, die sich körperlich und zeitlich in eine ästhetische wie auch künstlerische (De)Konstruktion vernetzen lässt. Diese Erfahrung wird vom Publikum nicht nur rein lektoriert oder (passiv) wahrgenommen - es steuert, erfüllt und verwirklicht.

Im Stück wird weiters versucht eine choreographische Vermischung zwischen mehreren Parametern des Theaters herzustellen, wobei laut Jelineks Ausspruch Machen Sie was Sie wollen alles erlaubt ist um die Theaterposition in eine Nüchternheit der Zeitmetamorphose zu bringen. Auf dieser Ebene wird dem Rezipienten allerdings die Individualisierung als eine ökonomische Strategie zur eignen, freigesetzten, erneuerten Einpassung suggeriert.

 

Ex-Termine: im Rahmen des Formats Referat Mozart 2056, Frühjahr 2006 Location: akzent theater, 1040 Wien
Ex-Termine: Dezember 2006 Location: freie bühne wieden, Wiedner Hpt.Str.60b, 1040 Wien
Ex-Termine: 24.2. / 3.3.07 21:00 Location: dietheater spiel:platz, Lothringerstr. 20, 1030 Wien
Ex-Termine: 08. November 2008 22:30 Location: WUK, Währingerstrasse 59, 1090 Wien