GE'S OPEN OFFICE

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|Im Rahmen des ARENA... der jungen Künste 2008 Festivals - Erlangen, Deutschland|

Um mit der im Kunstbetrieb zögerlichen Suche nach öffentlichem Raum und dessen noch verhalteneren Inbesitznahme ins Gericht zu gehen will God’s Entertainment mit dem Projekt - GE´s open office - an dem Projektentwicklungs-Strickmuster vieler KünstlerInnen einhaken - Kritik an Raum haben zu müssen - um produzieren zu können loslösen und diese Einstellung bloßstellen.
Vielfach drohen durchaus gute Projekte bereits im Entstehen durch einen Mangel an Ressourcen (bspw. fehlendes ausgeglichenes Arbeitsklima im Projektfindungsprozess, fehlende technische Ressourcen, technische Unterstützung, vor allem Finden und Bespielen von Raum (Entwicklungs-, Probe-, Auftrittsräume), unter anderem jedoch auch an einer zu verhaltenen impulsiven Situations-Nutzung zu ersticken bzw. abgebrochen zu werden.

GE´s open office wird als lebende Installation diese Kritik offen aufzeigen indem für die Dauer des Festivals vom 24. bis 29. Juni 2008 ein Büro erstellt wird. Dieses Büro wird den Raum der Stadt Erlangen gezielt einnehmen. Ausgerüstet mit Klapptisch, zwei Klappsesseln, Notebooks, Verlängerungskabeln und Bürobedarf werden zwei Performer ihrer gewohnten ‚normalen Arbeit’ in jedoch geändertem Arbeitsumfeld nachgehen. Als parasitäre Einrichtung, die sich sozusagen an die Stadt andockt und von deren Energie gespeist wird kann sich das open office in jegliche notwendige Form transformieren und sich in jedem Teil des Stadtkörpers einnisten. Die Hauptversorgung von Strom und w-lan wird mittels der vorhandenen Netze der Stadt sichergestellt. Um einer prozessgemäßen Entwicklung der ‚normalen täglichen Tätigkeit’ gerecht zu werden, wird in den Öffnungszeiten der office an geplanten und an sich bereits in Arbeit befindenden Projekten weiterentwickelt, gearbeitet bzw. neue Ideen gefunden.

Die Inbesitznahme des umliegenden Eigentums in ihren Formen wie andocken, besetzen, filtern, blockieren, verbrauchen,… wird durch äußere Einflüsse wie Wetter, Verbote, Unterstützung,… in ein jeweilig parasitär, anpassungsfähiges Arbeitsmodell führen. In dem Maße wie sich das Umfeld – die Stadt, bewegt und verändert wird sich die open office mit verändern, jedoch stets mit dem Interesse, sein eigenes egoistisches Ziel der Weiterentwicklung beizubehalten. Selbst das Nutzen der vorhandenen Ressourcen des Festivals wie Unterkunft, Tagesgeld und bezahlte Anreise kann schon als Andocken an vor/m Ort bestehende/ausgehende Muster gesehen werden.