REQUIEM FÜR DIE TOTEN SCHWEINE

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Im Rahmen des ReferatMozart 2056 - konzipiert und kuratiert von Julius Deutschbauer und Gerhard Spring

Pünktlich zu Beginn und kurz nachdem mit Barbara Pichler der ORF eingetroffen ist, legt ein Stromausfall die ganze Schreygasse 4 lahm. Nach einer beschaulichen halben Stunde mit Kerzenschein und leuchtenden Handys bei Bier und Vodka bringt Thomas van Stinissen mit einem Kabel Strom vom Nachbarhaus, der ORF steckt seine Lampen an und Wunderware, vertreten durch Markus Hanakam und Roswitha Schuller, beginnt mit der Präsentation von Mozart in Dosen. Anschließend zelebriert Thomas van Stinissen mithilfe zweier Gehilfinnen das Schauessen, er gustiert und kommentiert die Mozartprodukte und bittet jemand aus dem Publikum, ihm Tischgesellschaft zu leisten. Knapp vor dem Menüpunkt Mozart Kugeln bläst eine Besucherin jedoch vorzeitig die Kerze aus, durch deren Verlöschen nach kaiserlicher Tradition das Ende des Schauessens angezeigt wird. Anschließend sorgt die Gruppe God's Entertainment für mehr Wärme und Essen für alle, indem sie ein Spanferkel über glühenden Kohlen dreht, welches sie auf beschrifteten Pappendeckeltellern mit dem Spruch: Auch du bist Schwein - denke daran! portioniert an das Publikum verteilt, begleitet von Auftritten verschiedener Figuren, die allesamt einen Grund dafür haben, warum sie eigentlich kein Schwein essen dürften - ein Moslem, ein Jude, ein Model und ein Schwein selbst. Für große Aufregung sorgt ein Auftritt der Polizei, die angeblich einer Anzeige nachgeht, während sie nach einem Verhör von van Stinissen und einigen Beamten des Referats bald selbst zum Schwein greift und sich als Teil von God's Entertainment entpuppt. Nachdem das Schwein derart allmählich alle geworden ist, und nur noch Reste für den großen Haus- und Hofhund von van Stinissen verstreut herumliegen, zeigt zum heiteren Abschluss Leonhard Fessler das Moskauer Katzentheatervideo, zu dem der restliche Vodka serviert wird.


Februar 2006, Wien Schreygasse 4