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Stadt ist anders?

Is It Because I´m Black? - remake von Wien ist anders?

Thursday, 21.09.2006 13:21 | | Comments 0

Zeig das, geh zu irgendjemandem ins Publikum und frag ihn sehr intim an Ohr, ob er oder sie Angst in diesem Land zu leben hat oder doch nicht? Vielleicht noch wie er oder sie heisst? Ok. Geh gleich zurück aufs Podest. Dreh dich mal um. Schau kurz Uhr an. Entspann dich mit irgendeiner Bewegung. Schau in die Kamera an und sag:

Ich bin hier wegen dem Geld
und nicht wegen Dir.


Is It Because I´m Black? - remake von Wien ist anders?

Als Ausgangpunkt der Performance wurden Straßen-Pantomimen als Modell genommen und in den Kontext einer politischen, kulturellen, sozialen Auseinandersetzung inauguriert. Das Pantomimen-Modell, von welchem es ausgehend „Wien ist anders?“ erarbeitet wurde, bedient sich limitierter Kurz-Bewegungen, die von Passanten oder Touristen ausgelöst werden, indem sie ein paar Münzen in einen Hut werfen. In der GE Performance werden diese Bewegungen zu einem choreographischen Kampf ausgebaut. Ein Performer schlägt mit einem Baseballschläger den anderen künstlich schwarz angemalten Akteur. Obwohl die Zuschauer mit freiwilligen Spenden quasi die Künstler unterstützen möchten, nehmen sie unwissentlich einen inszenierten Rassen-Konflikt auf, welcher in der Performance-Form verwirklicht wird. So findet die Thematisierung der besprochenen Problematik im österreichischen Wahlkampf auf etwas andere Weise statt: Integration, die immer wieder anders interpretierte Demokratie, der Fall Ermyas M. vom Ostersonntag 2006.
Die Performance setzt auf die beim Zuschauer mittels der Provokation evozierten Suggestion. Wird der Zuschauer Verantwortung übernehmen? Die Performance verschiebt Denkbares zu Sichtbaren zugunsten der gegenwärtigen Ästhetik eines Theaters und lässt den Zuschauer nicht mehr Zuschauer sondern Performer sein.

In der erweiterten remake Ausgabe „Is It Because I´m Black?“ beinhaltet die Performance in Gegensatz zu Wien ist anders? Text und Handlungen, die von bezahlten Passanten dargestellt werden, d.h. jedem angesprochenen Passanten wird von unserem Ansprechpartner, bevor er zusagt, Geld geboten.



Im Rahmen der limited lounge (benefiz zugunsten von SOS mitmensch): "wer ist wo legal/illegal"


Termin: September 2006 Location: mariahilfer straße (ecke MueumsQuartier)


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