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19/20/21.APRIL | 19:30 UHR | WUK - Währingerstr 59. 1090 WIEN

ConVAKATary KONAK versteht sich als performativ geschaffenen Verhandlungsort, als sich permanent wandelnde Residenz der verschiedenen Völker und Konfessionen. KONAK ist eine politische Manifestation Europa, welche die Pluralität unterschiedlicher Weltanschauungen offenbart. Es ist ein Experiment, das anhand der Interaktion von Orient und Okzident genauer auszuführen sucht, warum interkulturelle Prozesse und kommunikative Störungen eine politische Trennung zwischen beiden Kulturkreisen begünstigen. Es ist ein Raum, in dem der Volkszorn aufflammt, sich seine Opfer sucht und nach einiger Zeit wieder erlischt. Dieser geopolitische Raum kann weder osmanisiert noch europäisiert werden. Er muss das Zuhause aller Hierhergeworfenen bleiben. Am Beispiel Bosniens und Andrics Romans „Wesire und Konsuln" (Originaltitel: Travnička Hronika) übersetzen God’s Entertainment die europäische Vielfalt als Konflikt und als Zwischenweltler übernehmen sie die Dolmetscherrolle, um zwischen auseinandergetriebenen Welten, die sich plötzlich nicht mehr verstehen (und dabei so tun, als hätten sie sich niemals verstanden oder voneinander gelernt), eine Art Junktim zu schaffen, eine Verbindung, in der beide Seiten einander bedingen. Statt zu erklären, worin die Unterschiede zwischen Morgen- und Abendland liegen, schaffen sie ein imaginäres Zuhause aller Hierhergeworfenen, in dem das Anderssein nivelliert wird. mehr

 

Mit freundlicher Unterstützung der Kulturabteilung der Stadt Wien - MA7 | Gefördert von Kulturbehörde Hamburg und Rudolf Augstein Stiftung. Das Projekt wurde im Rahmen von Szenenwechsel, einem Programm der Robert Bosch Stiftung und des Internationalen Theaterinstituts, gefördert. | In Koproduktion mit Kampnagel Hamburg und WUK/performing arts.

photo: GE/Peter Mayr

 

 
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22. - 24. März 2018 | 20:00 | Kellergewölbe Schloss Büchsenhausen - Innsbruck International Biennale of the Arts 

Die neue europäische Tragödie seit dem Jahr 2000 zählt über 33.700 registrierte Migrant*innen und Asylsuchende, die auf dem Weg nach Europa ums Leben gekommen sind. Europa als Zuschauer dieser tragischen Summe und die Ängste der europäischen Bürger*innen wurden in Teil 1 und 2 der Trilogie N E T (Neue Europäische Tragödie) verhandelt; im dritten Teil ihrer künstlerischen Forschungsreise widmen sich God’s Entertainment einem neuen Kapital: Sicherheit und Hoffnung.

Was ist Sicherheit? Die bloße Abwesenheit von Furcht und Migration, oder vielmehr die Teilnahme an demokratischen Entscheidungen und politischer Gestaltung jenseits des Nationalstaats? Sind diese Rechte gesichert, und kann man sie uns auch wieder wegnehmen? Teil 3 der Neuen Europäischen Tragödie zeichnet die aktuelle Entwicklung des Sicherheitsbegriffs aus realpolitischer und künstlerischer Perspektive nach. Dabei berücksichtigen God’s Entertainment insbesondere die akute innenpolitische Sicherheitslage und die daraus resultierende Unsicherheit der österreichischen Bevölkerung. Während die eine möglicherweise in eine rechtspopulistische Propaganda mündet und zu einem fremdfreien Schutzbunker wird, ist die andere ein Code der Gehorsamkeit der Zivilgesellschaft, der von uns dechiffriert und neu generiert wird.

Anhand einer Behauptungslogik, die ihnen sowohl Fiktion als auch Realität im künstlerischen Schaffen erlaubt, bieten sie allen schutzsuchenden Innsbrucker*innen abendländischen Komfort in einem Bunkergewölbe, denn außerhalb tobt der Kampf um Sicherheit, der aber nur per live Schaltung zugeschaltet wird.

In Koproduktion mit Innsbruck International Biennale of the Arts | Mit freundlichen Unterstützung der Kulturabteilung der Stadt Wien 

 

 
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   MINI DEAL | GOD'S ENTERTAINMENT | 6.-8. Dec 2017 |

  • 6.12. PUBLIC SPACE | Wiener Ringstraße. 
  • 7.12. GOD'S ENTERTAINMENT OFFICE | Liechtensteinstrasse 81, 1090 Wien |
  • 8.12. CHÂTEAU ROUGE | Schönbrunner Schloßstraße 17, 1120 Wien |

 

PROGRAMM 6-7.12. 2017

PROGRAMM 8.12.2017

 6.12.|14:00|This is not Santiago Sierra?|SN&Co

 20:00 - Open Doors|CHÂTEAU ROUGE

 20:00 - Open Officedoors|God’s Entertainment 

 20:30 - Video: This is not Santiago Sierra?

 22:00 - Hello Deutschland – Die Einwanderer 

 21:00 - Alexanderu Cosarca|Pop Poetry Cocktail 

 23:00 - Lessons in losing|Game to lose 

 22:00 – Zeta Galan + VIVA

Mit freundlicher Unterstützung der Kulturabteilung der Stadt Wien | Photo: Peter Mayr 

 

 

 
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Es gibt ein Ziel, aber keinen Weg; was wir Weg nennen, ist Zögern. Franz Kafka

Ob alt oder jung, reich oder arm, klein oder groß, schwarz oder weiß, betrunken oder nüchtern, mutig oder misstrauisch; letztendlich balancieren in unserer durch das angloamerikanische und europäische Rechtsystem geprägten Gesellschaft alle Menschen auf dem schmalen Grat, den wir noch immer DEMOKRATIE nennen.

Dabei sind wir Zeugen einer Gegenwart, die von einer zunehmenden Skepsis gegenüber einem Demokratiebegriff geprägt ist, der kontinuierlich von Staaten ausgehöhlt, von wirtschaftlichen Interessen überrollt oder von populistischen Schüben verzerrt wird. Und nebenbei ganze Bevölkerungsgruppen gar nicht mitdenkt. Der Grat wird also immer schmaler und es lauern Abgründe zu allen Seiten.

In Anlehnung an Carl Spitzwegs Werk, Gefährliche Passage aus dem Jahr 1839, steht die installative Passage über einen mit Tinte gefüllten Pool für alle bereit, die es wagen, diesen Weg zu passieren. Jeder Fehltritt bedeutet gleich den Absturz und somit einer nicht abwaschbaren Beschmutzung ausgesetzt zu sein. Anderes gesagt, jeglicher Populismus, Chauvinismus, neoliberaler Kapitalismus oder Rassismus, alle hinterlassen ihre dreckige Spuren. Einmal gefallen ist ewig gezeichnet. 

Was sich anschließend verbirgt, verraten wir nicht, aber es lohnt sich zu passieren! 

SUPPORTED BY A1 - TELEKOM AUSTRIA AG

23.11. - 23.12.2017. | 14:00-22:00 täglich/free entry | WELTSALON @ TOLLWOOD | MÜNCHEN  

 

 

 
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Teste deinen Nationalismusgrad: gratis, schmerzlos, anonym.

Lebst du in Österreich und glaubst, dass die Nationalzugehörigkeit der Anderen für dich keine Rolle spielt? Bist du dir dabei sicher? (Wir sind’s aber nicht!) Um jegliche Zweifel zu beseitigen fordern wir dich auf, dich testen zu lassen. Inwieweit du xenophob bist, also ein Chauvinist oder eine Chauvinistin, werden wir mit Hilfe unseres Scanners einfach und schmerzlos austesten. Obwohl Xenophobie sowie Chauvinismus in Beziehung zu einer „Ideologie des Blutes und Bodens“ stehen, müssen wir dein Blut nicht abnehmen. Mit Hilfe unserer Geräte – des „Fremdenscanners“, des „Personal Indicators“ und des Nationalblicktests – kommen wir selbst den geringsten Spuren eines verdeckten Nationalismus auf die Spur und erstellen dein persönliches Anti-Chauvinisticum.

MEHR @ THE GAP

09-10. November 2017 | 11-17:00 | Salzburger Platzl | free |

 

 

 
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Kampnagel nennt sich zu Recht lieber OPENHAUS als OPERNHAUS! während neuer Spielzeit 2017/2018. Im Zuge der Spielzeiteröffnung machen God’s Entertainment Kampnagel zum KONAK* zahlreicher Völker und Konfessionen, zu einem brodelnden Begegnungsraum, in dem sich nicht nur die Wege, sondern auch die Klingen von Okzident und Orient kreuzen. Als Zwischenweltler übernehmen sie die Dolmetscherrolle, um zwischen auseinandergetriebenen Welten, die sich plötzlich nicht mehr verstehen (und dabei so tun, als hätten sie sich niemals verstanden oder voneinander gelernt), eine Art Junktim zu schaffen, eine Verbindung, in der beide Seiten einander bedingen. Statt zu erklären, worin die Unterschiede zwischen Morgen- und Abendland liegen, schaffen sie ein imaginäres Zuhause aller Hierhergeworfenen, in dem das Anderssein nivelliert wird. Anhand des Romans »Wesire und Konsuln« von Literaturnobelpreisträger Ivo Andric, in dem der Balkan als Zone des Dauerkonflikts zwischen Orient und Okzident beschrieben wird, werden Kontexte und Situationen geschaffen, in denen Identität in Bewegung gerät, der Gast zum Einwohner wird und umgekehrt, denn: »Niemand weiß, was es heißt, die eine wie die andere (Welt) zu lieben und zu hassen, so hin und her zu wanken und zu taumeln ein Leben lang, eine doppelte und keine Heimat zu haben, überall zu Hause zu sein und ewig ein Fremder zu bleiben, kurz: zu leben, an das Kreuz genagelt, Opfer und Folterknecht in einer Person.«

Dabei richten God's Entertainment den Fokus auf Entstehungsprozess eines Zusammenlebens und nicht auf das Endprodukt (lies: Integration). Anders gesagt, anstelle ein fertiges Theaterstück auf die Bühne zu bringen, setzen sie den performativen Prozess in Gang und gehen der Frage nach, wie können wir voneinander und übereinander lernen und verlernen; wer repräsentiert wen im Akt des Übersetzens?

12-14. OKTOBER 2017 | K1 - KAMPNAGEL | 19 UHR

* Der aus dem Türkischen stammende Terminus Konak bezeichnet eine Residenz, Herberge oder einen Amtssitz. In Zeiten des Osmanischen Reiches diente der Konak als Aufenthalts- und Austauschort, an dem Wesire als höchste Vertreter des Osmanischen Reiches und westeuropäische Konsuln über die Zukunft der Völker des Balkans verhandelt haben. Die Verhandlungen zwischen den Vertretern konnten nur mit Hilfe von Dolmetscher*innen durchgeführt werden, sodass  diese vollständig auf die Übersetzungen angewiesen waren. Die Absichten und Ansichten über die jeweils Anderen waren somit stark von dem sprachlichen Transfer geprägt und beeinflusst. Selbst das Übersetzen wird als politischer Akt, als Agentur der Differenzen, als Suche nach Identität verstanden.

 

Mit freundlicher Unterstützung der Kulturabteilung der Stadt Wien - MA7 | Gefördert von Kulturbehörde Hamburg und Rudolf Augstein Stiftung. Das Projekt wurde im Rahmen von Szenenwechsel, einem Programm der Robert Bosch Stiftung und des Internationalen Theaterinstituts, gefördert. | In Koproduktion mit Kampnagel Hamburg. 

 

 

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