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Kampnagel nennt sich zu Recht lieber OPENHAUS als OPERNHAUS! während neuer Spielzeit 2017/2018. Im Zuge der Spielzeiteröffnung machen God’s Entertainment Kampnagel zum KONAK* zahlreicher Völker und Konfessionen, zu einem brodelnden Begegnungsraum, in dem sich nicht nur die Wege, sondern auch die Klingen von Okzident und Orient kreuzen. Als Zwischenweltler übernehmen sie die Dolmetscherrolle, um zwischen auseinandergetriebenen Welten, die sich plötzlich nicht mehr verstehen (und dabei so tun, als hätten sie sich niemals verstanden oder voneinander gelernt), eine Art Junktim zu schaffen, eine Verbindung, in der beide Seiten einander bedingen. Statt zu erklären, worin die Unterschiede zwischen Morgen- und Abendland liegen, schaffen sie ein imaginäres Zuhause aller Hierhergeworfenen, in dem das Anderssein nivelliert wird. Anhand des Romans »Wesire und Konsuln« von Literaturnobelpreisträger Ivo Andric, in dem der Balkan als Zone des Dauerkonflikts zwischen Orient und Okzident beschrieben wird, werden Kontexte und Situationen geschaffen, in denen Identität in Bewegung gerät, der Gast zum Einwohner wird und umgekehrt, denn: »Niemand weiß, was es heißt, die eine wie die andere (Welt) zu lieben und zu hassen, so hin und her zu wanken und zu taumeln ein Leben lang, eine doppelte und keine Heimat zu haben, überall zu Hause zu sein und ewig ein Fremder zu bleiben, kurz: zu leben, an das Kreuz genagelt, Opfer und Folterknecht in einer Person.«

Dabei richten God's Entertainment den Fokus auf Entstehungsprozess eines Zusammenlebens und nicht auf das Endprodukt (lies: Integration). Anders gesagt, anstelle ein fertiges Theaterstück auf die Bühne zu bringen, setzen sie den performativen Prozess in Gang und gehen der Frage nach, wie können wir voneinander und übereinander lernen und verlernen; wer repräsentiert wen im Akt des Übersetzens?

12-14. OKTOBER 2017 | K1 - KAMPNAGEL | 19 UHR

* Der aus dem Türkischen stammende Terminus Konak bezeichnet eine Residenz, Herberge oder einen Amtssitz. In Zeiten des Osmanischen Reiches diente der Konak als Aufenthalts- und Austauschort, an dem Wesire als höchste Vertreter des Osmanischen Reiches und westeuropäische Konsuln über die Zukunft der Völker des Balkans verhandelt haben. Die Verhandlungen zwischen den Vertretern konnten nur mit Hilfe von Dolmetscher*innen durchgeführt werden, sodass  diese vollständig auf die Übersetzungen angewiesen waren. Die Absichten und Ansichten über die jeweils Anderen waren somit stark von dem sprachlichen Transfer geprägt und beeinflusst. Selbst das Übersetzen wird als politischer Akt, als Agentur der Differenzen, als Suche nach Identität verstanden.

 

Mit freundlicher Unterstützung der Kulturabteilung der Stadt Wien - MA7 | Gefördert von Kulturbehörde Hamburg und Rudolf Augstein Stiftung. Das Projekt wurde im Rahmen von Szenenwechsel, einem Programm der Robert Bosch Stiftung und des Internationalen Theaterinstituts, gefördert. | In Koproduktion mit Kampnagel Hamburg. 

 

 
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Im Auftrag von God's Entertainment 

ORT: Performeum_Fest
TERMINE: 18. Mai - 17. Juni 2017
Immer Donnerstag bis Sonntag in vier Teilen | Eintritt frei

 #newpopmagic

Wer einmal eine Veranstaltung, ein Event oder irgendein sonstiges Spektakel geplant und organisiert hat – ob Hochzeit, Urlaubsreise, Militärputsch oder Kunstfestival – hat sicher auch die Erfahrung gemacht, dass sich etwas einfach nicht realisieren lässt: terminlich schwierig, zu teuer, anderweitig vergeben, höhere Gewalt oder einfach nicht zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Bittere Erfahrungen, von denen auch die Wiener Festwochen nicht verschont geblieben sind. 

Aber statt diese kleineren oder größeren Niederlagen in Demut zu akzeptieren, haben die Wiener Festwochen God's Entertainment damit beauftragt, ihrerseits Super Nase & Co damit zu beauftragen, das zu realisieren, was nicht realisierbar zu sein scheint. Ohne Scham und ohne Anstand sagen die superben Subunternehmerkünstler „Ja“ zu all den Namen und Projekten des „Leider-Neins“ und präsentieren in ihrer charakteristischen surrealistischen Rezeptionsästhetik den kompletten Katalog des Nicht-Vorhandenen in vier Teilen über vier Festwochenenden. Denn wo keine Fälschung ist, kann es auch kein Original geben und als Performance Group of Wonder gibt es für sie weder Hindernisse noch Grenzen. Sie faken, sie vermischen, sie dekonstruieren, sie attackieren die sakrosankten Kunstwerke von vorgestern bis übermorgen, sie lassen keine Kritik zu, sie reflektieren keine Wirklichkeit, weil sie die Wirklichkeit dieser Reflexion sind. God’s sei Dank, dass es sie gibt.

Mit freundlichen Unterstützung der Kulturabteilung der Stadt Wien | In Koproduktion mit Wiener Festwochen

  

 
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30. November 2016. | 20:00 | Club RHIZ | U-Bahnbogen 37 | 1080 Wien |

SUPER NASE & CoThis is not Meeresfrüchte? This is not Facebook? This is not Table Dance? This is not Doris Uhlich?
VENTIL REC: Elvin Brandhi (live) | UNTTLD BLACK (dj set) | Yaasfast (dj set)
• GOD'S ENTERTAINMENT: Schweigemesse in der Nacht vor der Wahl 2016
BONAVENTURE (NON worldwide global) live 

In Zeiten in denen Facebook als populus transmittere, als Verstärker der Verschwörung und des Emotionalisierungsprozesses fungiert, wird die Wahrnehmung des Einzelnen zur eigenen und allgemein gültigen Realität. Eine Politik der Gefühle gegenüber der Politik der Ratio. Perception is Reality! Ob das stimmt? Wir wissen es nicht, aber wir probieren es aus! Im Rhiz werden mit Hilfe von Super Nase & Co „gefühlte und gehörte Wahrheiten“ hinterfragt. mehr

Mit freundlicher Unterstützung der Kulturabteilung der Stadt Wien - MA7

 
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26.11.2016. | 19:30 | KAMPNAGEL K4 |

REALLY USEFUL THEATER macht Schluss mit Wohlfühlkultur und Sozialarbeit light im Theater. Was ist politisch am politischen Theater? Kann Theater wirklich den Klimawandel verhindern, die Flüchtlingskrise lösen und die Faszination der AfD brechen? Nach DRECK, dem ersten theatral-diskursiven Apparat der Kuratorin Stefanie Wenner und des Theatermachers Thorsten Eibeler, kehrt Apparatus zurück nach Hamburg. Zum (performativen) Nahkampf über Freiheit vs. Nützlichkeit der Kunst sind Künstler*innen und Kurator*innen der Hamburger Szene eingeladen. Unter der Moderation von Sibylle Peters und Martin Jörg Schäfer treten an: Showcase Beat Le Mot, God’s Entertainment, Hajusom und cobratheater.cobra (mit performativen Manifesten); Amelie Deuflhard, Christine Ebeling, Larry Moore Macaulay, Kathrin Tiedemann und Franziska Werner (mit Kurator*innen-Statements).

KONZEPT, KÜNSTLERISCHE LEITUNG: apparatus | photo: Peter Mayr | 

 
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Lebst du in Österreich und glaubst, dass dir eine Nationalzugehörigkeit der Anderen nicht wichtig ist? Bist du dir dabei sicher? (Wir sind aber nicht!) Um jegliche Zweifel zu beseitigen fordern wir dich auf, dich testen zu lassen. Inwieweit du xenophob bist, also ein Chauvinist oder eine Chauvinistin, werden wir mit Hilfe unseres Scanners einfach und schmerzlos austesten. Obwohl Xenophobie sowie Chauvinismus in Bezug zur »Ideologie des Blutes und Bodens« steht, müssen wir dein Blut nicht abnehmen. Mit Hilfe unserer Geräte - des »Fremdenscanner« und »Personal Indicator« - kommen wir selbst den geringsten Spuren eines verdeckten Nationalismus auf die Spur und erstellen dein persönliches Anti-Chauvinisticum.

Termine:

18-19.11. 2016. | 11:00-17:00 Uhr | Favoritenstraße 111. 1100 Wien 

22-23.11.2016. | 11:00-17:00 Uhr | Karajanplatz/Staatsoper Wien

Gefördert aus Mittel der Kulturabteilung der Stadt Wien | VIDEO

 
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THE DOCKING STATION - GALLERY TO GO
15. November 2016 | 18:00 | Stubenring 5. Wien 

Für Europa, für uns selbst und für die Menschheit…, müssen wir eine neue Haut schaffen, ein neues Denken entwickeln, einen neuen Menschen auf die Beine stellen.

Woher kommt dieser kämpferische Appell zur Umwälzung des Systems und somit zur obligatorischen Lektüre der Critical Studies? 

In diesem mahnenden Ton des Schreiens, das zur Mobilisation aufruft, ist letztlich der „Neue Europäer“ konzipiert, der seine demokratische Stimme gegen The Privileges of Whiteness erhebt. Einerseits als Prozess der Entkolonialisierung und anderseits als Weg gegen racial profiling. 

Der Autor des Appells wagt nicht darüber offen zu schreiben, über all jene, die niemals vom idealen Menschen, von narzisstischer Smart- und Schönheit, die im Western längst zu white perfect glorifiziert wurde, erfahren haben; er berichtet kompromisslos, beginnend bei den Opfern rücksichtsloser Ausbeutung, weitergehend zu ihrer als exotisch wahrgenommenen Andersartigkeit, bis sie zum Objekt des abendländischen Wissens werden. Die jüngsten Beobachtungen zeigen, dass People of Color von Weißen - nach wie vor - als abweichend und bemerkenswert wahrgenommen werden. Der postkoloniale Ansatz liegt genau darin, den kritischen Blick vom rassischen Objekt zum rassischen Subjekt zu wenden; von den Beschriebenen und Imaginierten zu den Beschreibenden und Imaginierenden; von den Dienenden zu den Bedienten.  

Trotz aller Bemühungen der postkolonialen Theorien bleibt die Frage unbeantwortet:Wo setzt man in der Triade des Appells zuerst an und welches der drei Postulate ist die Voraussetzung der anderen zwei? Wir fangen mit dem ersten Postulat an. Wir probieren auf der Haut. Während der gedockten GALLERY TO GO laden wir zum Identitätscheck anhand vom Melanintest! Mit Hilfe von 33 in jüngerer Zeit entworfenen true matchs by L’Oréal Paris prüfen wir einfach und schmerzlos, ob Du 100% Austrian bist. Komm und finde Deine Identitätswurzeln! Vielleicht liegt im Mosaik Deiner Haut eine afrikanische oder andere persische Herkunft?  

Mit freundlicher Unterstützung der Kulturabteilung der Stadt Wien | Photo: Peter Mayr | DJ BEAUTY aka. N.JeSSen


 

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